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Virus auf PC oder Handy? So erkennen Sie Schadsoftware – und was Sie dann tun sollten

Hinter vielen vermeintlichen Virenbefällen stecken harmlose Ursachen. Woran Sie echte Schadsoftware erkennen – und was BSI und Verbraucherzentrale dann raten.

Kurz gesagt

Anzeichen sind laut BSI etwa E-Mails, die in Ihrem Namen verschickt werden, oder auffällig viele Werbe-Pop-ups. Ein langsamer Rechner allein ist meist kein Virus. Bei Verdacht: Gerät herunterfahren bzw. vom Internet trennen, mit aktuellem Virenschutz prüfen und Passwörter von einem sicheren Gerät aus ändern. Am sichersten ist laut BSI ein Neuaufsetzen mit Datensicherung.

Redaktion PrivacyTechReview Stand: 13. Oktober 2026 6 Min. Lesezeit

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Illustration: eine Lupe über einem Laptop, der von roten Pop-up-Fenstern und einem Lade-Symbol überflutet wird
Illustration: PrivacyTechReview-Redaktion

Ein voller Speicher, ein altes Gerät oder ein missglücktes Update erklären viele Probleme. Ernst nehmen sollten Sie es, wenn mehrere Anzeichen zusammenkommen oder sich etwas verändert, das Sie nicht verändert haben.

Woran erkenne ich einen Virus auf dem Computer?

  • Freunde bekommen E-Mails oder Nachrichten von Ihnen, die Sie nicht geschrieben haben.
  • Auffällig viele Werbe-Pop-ups – oft ein Hinweis auf Adware.
  • Die Startseite oder Suchmaschine im Browser hat sich ohne Ihr Zutun geändert.
  • Programme, die Sie nicht installiert haben, oder ein Virenschutz, der plötzlich ausgeschaltet ist.

Wichtig: Manche Schadsoftware zeigt keinerlei sichtbare Anzeichen. Das BSI nennt als Beispiel Manipulationen beim Online-Banking.

Anzeichen auf dem Handy

  • Unbekannte Apps oder Apps, die Sie gerade erst installiert haben und die sich seltsam verhalten.
  • Der Akku ist ungewöhnlich schnell leer oder das Datenvolumen steigt ohne Grund.
  • Kosten für Dienste oder Nachrichten, die Sie nicht bestellt haben.

Was tun bei Verdacht auf einen Virus?

  1. Ruhe bewahren, das Gerät herunterfahren bzw. vom Internet trennen.
  2. Am Computer mit einem aktuellen Virenschutz – von der offiziellen Herstellerseite – einen vollständigen Scan durchführen. Am Handy laut BSI zuerst eine verdächtige neue App deinstallieren, dann mit einer aktuellen Schutz-App prüfen.
  3. Passwörter von einem anderen, sicheren Gerät aus ändern – zuerst E-Mail und Online-Banking – und die Zwei-Faktor-Authentisierung einschalten.
  4. Bankkonto und Kreditkarte auf unbekannte Buchungen prüfen. Bei einem Schaden empfiehlt die Verbraucherzentrale eine Anzeige bei der Polizei.
  5. Hilft das nicht: Laut BSI ist ein Neuaufsetzen des Systems mit anschließender Rücksicherung eines Backups sicherer als jede Bereinigung; beim Handy ist das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen der letzte Schritt.

Oft ist die Virenwarnung selbst der Betrug

Fenster im Browser, die eine Infektion melden, eine Telefonnummer anzeigen oder zum Kauf drängen, stammen nicht von Ihrem Virenschutz. Das BSI warnt ausdrücklich vor solcher falscher Antivirensoftware. Schließen Sie das Fenster und rufen Sie nirgendwo an – mehr dazu in unserem Ratgeber zu Fake-Rechnungen und Virenwarnungen.

So beugen Sie vor

  • System und Apps aktuell halten und automatische Updates einschalten.
  • Software nur von offiziellen Websites und aus offiziellen App-Stores laden.
  • Regelmäßige Backups – sie machen das Neuaufsetzen im Ernstfall harmlos.
Ein langsamer Computer ist meist nur ein langsamer Computer. Ein Pop-up, das Sie zum Anrufen auffordert, ist nie Ihr Virenschutz.

Quellen · geprüft am 13. Oktober 2026

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Redaktion PrivacyTechReview

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