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Virenschutz fürs Handy: Braucht Android einen – und das iPhone?

Auf Smartphones liegen unsere Zugangsdaten, Fotos und Bank-Apps. Wie gut Android und iPhone sich selbst schützen – und wann eine zusätzliche App wirklich etwas bringt.

Kurz gesagt

Nicht unbedingt. Laut Verbraucherzentrale ist das eigene Verhalten der wichtigste Schutz: Apps nur aus offiziellen Stores, Updates einschalten, Berechtigungen prüfen. Auf Android-Geräten mit Google Play prüft Play Protect Apps im Hintergrund. Eine Schutz-App kann sinnvoll sein, wenn Sie Apps aus anderen Quellen installieren oder oft öffentliche WLANs nutzen.

Redaktion PrivacyTechReview Stand: 13. Oktober 2026 6 Min. Lesezeit

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Illustration: der Schutzschild eines Smartphones hält eine rote App auf, die von außerhalb des offiziellen Stores kommt
Illustration: PrivacyTechReview-Redaktion

Die Verbraucherzentrale NRW beantwortet die Frage mit „Jein“: Das eigene Verhalten ist der wichtigste Schutz. Eine Schutz-App kann trotzdem sinnvoll sein – vor allem, wenn Sie Apps aus inoffiziellen Quellen installieren oder häufig öffentliche WLAN-Hotspots nutzen.

Was Android selbst mitbringt

  • Auf Geräten mit Google Play prüft Google Play Protect installierte Apps im Hintergrund.
  • Sicherheits-Updates des Herstellers schließen bekannte Lücken – sofern Ihr Gerät sie noch bekommt.
  • Trotzdem gelangen laut Verbraucherzentrale immer wieder schädliche Apps in den Play Store. Das BSI weist darauf hin, dass es für Android mehr Schadsoftware gibt als für andere mobile Systeme.

Und das iPhone?

Apple prüft die Apps in seinem eigenen Store. Seit März 2024 sind in der EU auch andere App-Marktplätze erlaubt; von einem Jailbreak rät die Verbraucherzentrale ab. Weil iOS jede App streng abschottet, kann keine App andere Apps durchsuchen – iPhone-Schutz-Apps setzen deshalb auf Web- und Phishing-Schutz statt auf einen klassischen Virenscan. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum iPhone.

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen – ohne App

  • Bildschirmsperre mit PIN oder Biometrie einschalten.
  • Automatische Updates für System und Apps aktivieren.
  • Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen installieren und die verlangten Berechtigungen prüfen.
  • Vorsicht bei Links in SMS und Messengern – Phishing ist auf dem Handy eine der häufigsten Gefahren.

Wann eine Schutz-App sinnvoll ist

  • Sie oder andere in der Familie installieren Apps außerhalb von Google Play.
  • Sie nutzen oft öffentliche WLANs und möchten ein VPN dabeihaben.
  • Sie wollen Warnungen vor Phishing-Links, bevor Sie sie öffnen.
  • Die Familie möchte alle Geräte unter einem Abo und an einer Stelle sehen.

Das BSI empfiehlt, zusätzliche Sicherheits-Apps nur bei konkretem Bedarf zu installieren – und warnt, dass selbst gut bewertete Bezahl-Apps in der Vergangenheit überhaupt keinen Schutz geboten haben. Greifen Sie zu bekannten Herstellern und prüfen Sie unabhängige Tests, etwa von AV-TEST.

Auf dem Handy entscheidet vor allem, woher eine App kommt – nicht, welcher Virenscanner läuft.

Quellen · geprüft am 13. Oktober 2026

Unsere Empfehlung für diesen Fall

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Redaktion PrivacyTechReview

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Unsere Redaktion recherchiert Sicherheitsprodukte für Verbraucher anhand öffentlicher Herstellerangaben und der Berichte unabhängiger Testlabore.

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