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Datenleck: Was jetzt zu tun ist – Schritt für Schritt

Wer viel online ist, war sehr wahrscheinlich schon von einem Datenleck betroffen – vielleicht mehrfach. Eine Benachrichtigung ist kein Notfall, verlangt aber eine ruhige, geordnete Reaktion.

Kurz gesagt

Bleiben Sie ruhig und handeln Sie passend zu dem, was betroffen ist: Passwort des betroffenen Kontos und überall dort ändern, wo Sie es mehrfach genutzt haben, Zwei-Faktor-Authentisierung einschalten und auf Phishing mit Ihren Daten achten. Ob Ihre E-Mail-Adresse in bekannten Lecks auftaucht, prüfen Sie kostenlos mit dem HPI Identity Leak Checker.

Redaktion PrivacyTechReview Stand: 13. Oktober 2026 5 Min. Lesezeit
Illustration: ein beschädigter Datenschrank verliert Datensätze, davor ein Laptop mit Checkliste unter einer schützenden Kuppel
Illustration: PrivacyTechReview-Redaktion

Ein Datenleck heißt nicht, dass jemand Ihr Konto übernommen hat. Es heißt, dass Daten im Umlauf sein können. Entscheidend ist, was genau betroffen ist – eine E-Mail-Adresse, ein Passwort, Zahlungsdaten oder Ausweisdaten.

Was muss ich zuerst tun?

  1. Ändern Sie das Passwort des betroffenen Kontos – und überall dort, wo Sie dasselbe Passwort genutzt haben. Laut Verbraucherzentrale zuerst das E-Mail-Passwort, denn darüber lassen sich andere Konten zurücksetzen.
  2. Schalten Sie die Zwei-Faktor-Authentisierung ein, wo immer es geht.
  3. Wurden Zahlungsdaten veröffentlicht, informieren Sie Ihre Bank und lassen Sie die Karte gegebenenfalls sperren.
  4. Beenden Sie bei einem gehackten E-Mail-Konto laut BSI alle aktiven Sitzungen und warnen Sie Ihre Kontakte.

Wie prüfe ich, ob ich betroffen bin?

Mit dem Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam prüfen Sie kostenlos, ob Ihre E-Mail-Adresse in bekannten Datenlecks auftaucht. Das BSI verweist außerdem auf den Leak-Checker der Universität Bonn.

Wenn Ihre Identität missbraucht wird

  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Informieren Sie Ihre Bank und die betroffenen Händler oder Dienste.
  • Melden Sie den Missbrauch laut Verbraucherzentrale auch der Schufa, damit falsche Einträge geprüft werden.

Danach in Ruhe

  • Rechnen Sie in den nächsten Wochen mit Phishing, das Ihre geleakten Daten nutzt – etwa Mails mit Ihrem Namen oder einer echten Bestellnummer.
  • Stellen Sie auf einen Passwort-Manager um, damit ein Leck nie wieder mehrere Konten trifft.
  • Überlegen Sie, ob Ihnen eine Überwachung von Lecks (Dark Web Monitoring) Ruhe gibt – sie ersetzt aber keinen der Punkte oben.
Nach einem Leck geht es nicht um null Risiko, sondern darum, die geöffnete Tür schnell und ohne Panik zu schließen.

Quellen · geprüft am 13. Oktober 2026

PT

Redaktion PrivacyTechReview

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Unsere Redaktion recherchiert Sicherheitsprodukte für Verbraucher anhand öffentlicher Herstellerangaben und der Berichte unabhängiger Testlabore.

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